In der Mühlstrasse liegt der Morgen still,
der Bach erzählt, was keiner eilen will.
Er glitzert leise zwischen Stein und Gras,
als wüsst er noch, wie es früher war.
Die Weiden neigen sich im sanften Licht,
ein Spatz probiert ein kleines Morgenlied.
In der Mühlstrasse geht die Zeit spazieren,
man hört sie atmen zwischen alten Zieren.
Doch weiter unten, ganz profan und klar,
steht der Supermarkt, verlässlich wie jedes Jahr.
Zwischen Brotregal und Kassenklang
trifft Alltag auf den Mühlen-Gesang.
In der Mühlstrasse, wo sich beides hält,
Natur und Einkauf, Dorf und kleine Welt,
da reimt sich gestern leise auf heut,
und selbst das Einfache wird zur Freud.